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 Gustav Deutsch: Visions of Reality in Postproduktion
Meistens suchen Filmemacher nach Bildern, um ihre Geschichten zu erzählen. Gustav Deutsch geht den umgekehrten Weg. In viel beachteten Arbeiten wie Film ist oder Welt Spiegel Kino hat er aus Found-Footage-Material durch Montage und Komposition einen eigenen vielschichtigen filmischen Kontext geschaffen. Seiner Methode ist er auch für seinen ersten Spielfilm treu geblieben: In Visions of Reality hat der Filmemacher zwölf Gemälde von Edward Hopper zum Ausgangspunkt für die Geschichte einer amerikanischen Frau im 20. Jh. gewählt und sie in einem minutiösen Spiel mit Hoppers Malerei für die Leinwand inszeniert
 Fritz Urschitz dreht Where I Belong
Der in London lebende Filmemacher Fritz Urschitz hat sein Spielfilmdebüt Where I Belong ins England der späten fünfziger Jahre gelegt. Das englische Flair der Nachkriegsjahre entstand detailgetreu in den Wiener Rosenhügelstudios, seit November sind die Dreharbeiten von abgeschlossen.
 Florian Flicker dreht seinen neuen Spielfilm Das letzte Haus
Inspiriert von Karl Schönherrs Der Weibsteufel hat Florian Flicker ein riskantes Beziehungsdreieck ins 21.Jh. und ins Flussdickicht an der österreichisch-slowakischen Grenzen verlegt.
 Michael von Markus Schleinzer: Pressestimmen
Ein Film, perfekt in seinem Genre: scharf wie ein Rasiermesser, ästhetisch wie intellektuell absolut schlüssig. Jacques Mandelbaum, Le Monde
 Austrian Films 2010/2011 - Rückblick und Ausblick
Blick zurück auf ein Jahr mit einem Golden Globe und zwei Oscarnominierungen für Michael Hanekes Das weiße Band, mit einer beispiellosen Festivalkarriere von LA PIVELLINA fortsetzte und einer Entdeckung im heimischen Kinonachwuchs - INSIDE AMERICA.
 2011 verspricht neue Namen und Nuancen im österreichischen Film
Sechs erste Spielfilme befinden sich mit Beginn 2011 in Postproduktion: Die Vaterlosen von Marie Kreutzer, Spanien von Anja Salomonowitz, Michael von Markus Schleinzer, Atmen Karl Markovics, Stillleben von Sebastian Meise und Local Heroes von Henning Backhaus.
 Anja Salomonowitz dreht Spanien
Ein Moldawier möchte nach Spanien, doch seine Schlepper lassen ihn in Österreich im Stich. Ein Fremdenpolizist sucht nach den richtigen Worten, um seine Ex-Frau zurückzugewinnen. Der Zufall oder vielmehr ein Glücksengel nimmt sich der Sache an. Anja Salomonowitz hat gemeinsam mit Dimitri Dinev das Drehbuch für ihren ersten Spielfilm Spanien geschrieben, gedreht wurde im Herbst 2010.
 Outbound, eine Koproduktion der Aichholzer Film in Locarno
Nach den mehrheitlich ungarischen Produktionen Tender Son im Wettbewerb von Cannes sowie Adrienn Pál in der Reihe Un Certain Regard hat nun die Aichholzer Filmproduktion das Spielfilmdebüt des Rumänen Bogdan George Apetri mitproduziert: Outbound wird im Wettbewerb um den Goldenen Leoparden in Locarno uraufgeführt
 Peter Kern: Blutsfreundschaft
Seit Jahrzehnten führt Gustav Tritzinsky einen Waschsalon. Er reinigt, wäscht und bügelt die Klamotten der anderen. Das sichert seine Existenz und hält auch die dunklen Flecken im eigenen Gewissen fern.Peter Kerns Spielfilm Blutsfreundschaft erzählt in zwei Schichten von der Schuld und ihrem Umgang damit.
 Sudabeh Mortezai: Im Bazar der Geschlechter
Ausgangspunkt für Sudabeh Mortezais zweiten Dokumentarfilm Im Bazar der Geschlechter war die Zeitehe, ein der iranischen Gesellschaft eigenes Modell, das neben der offiziellen Ehe Beziehungen zwischen Mann und Frau legalisiert.
 Martin Gschlacht - ein Porträt
Für manche Filme gestaltet er die Bilder selbst, für andere schafft er den Rahmen, der sie entstehen lässt. Martin Gschlacht ist Kameramann und Produzent. Als letzterer feierte er vor kurzem das zehnjährige Bestehen der coop99 filmproduktion, als Kameramann war er mit zwei Filmen im Wettbewerb von Venedig vertreten, Shirin Neshats Women Without Men gewann dabei einen Silbernen Löwen. Ein Portrait.
 BMUKK - START-Stipendien 2009
Erfolgreicher Film braucht entsprechenden Nachwuchs. BMUKK und ÖFI haben daher eine Koordinationsstelle für die Nachwuchsförderung initiiert. Als eines der ersten Projekte wurden im Herbst 2009 fünf Startstipendien an junge Filmschaffende vergeben.
 Robert A. Pejo dreht Der Kameramörder
Thomas Glavinic’ Roman Der Kameramörder ist schon für Leser keine leichte Kost. Den lapidaren Bericht von menschlichen wie medialen Abgründen fürs Kino zu adaptieren, ein umso heiklerer Happen. Regisseur Robert A. Pejo ortet in den Exzessen der Medien ein Symptom weitverbreitet gelebter Beziehungslosigkeit und hat sich darauf konzentriert, die Beziehungen zwischen seinen vier Protagonisten unter die Lupe zu nehmen. Der Kameramörder ist seit Anfang Juni abgedreht und soll im kommenden Winter auf der Leinwand zu sehen sein.
 Muezzin von Sebastian Brameshuber
Der Ruf zum Gebet ertönt in Istanbul fünf Mal täglich aus beinahe 3.000 Moschen. Sebastian Brameshuber ist seinen vielfältigen Klängen gefolgt.
 Kleine Fische von Marco Antoniazzi
Wenn beruflich wie familiär alles zusammenbricht, kommt die große Krise oder oder es ist höchste Zeit für einen Neuanfang. Marco Antoniazzis Spielfilmdebüt Kleine Fische plädiert in leichten Tönen fürs Zweitere. Erstmals gezeigt wurde der Film beim Festival Max Ophüls Preis in Saarbrücken.
 Arash T. Riahi: Ein Augenblick Freiheit
Seit seiner Premiere letzten Sommer in Montréal holt Arash T. Riahis erster Spielfilm Ein Augenblick Freiheit einen Preis nach dem anderen, auch den Wiener Filmpreis.
 Thomas Woschitz: Universalove
Thomas Woschitz hat mit sechs Miniaturen über die Liebe Film und Musik in einen narrativen Dialog gesetzt.
 Michael Glawogger: Reisen als Prinzip
Wenn er Filme macht, zieht Michael Glawogger durch die Welt und streift dabei durch die Genres. Während er zur Zeit die ersten Bilder für seinen neuen Dokumentarfilm Whores' Glory in Bangladesh einfängt, sind die Kopien der Komödie Contact High und der Josef Haslinger-Verfilmung Das Vaterspiel bereit für den Kinostart.
 Arash T. Riahi: Ein Augenblick Freiheit
Seit seiner Premiere letzten Sommer in Montréal holt Arash T. Riahis erster Spielfilm Ein Augenblick Freiheit einen Preis nach dem anderen, auch den Wiener Filmpreis.
 Revanche im Berliner Panorama
„Mit Revanche, seiner bisher stärksten Arbeit, schafft Spielmann hohe Erwartungen für die Zukunft“, urteilte das amerikanische Variety, die französische Libération hätte den gebührenden Platz von Götz Spielmanns neuester Arbeit vielmehr im Wettbewerb um den Goldenen Bären gesehen. Preise dreier unabhängiger Jurys unterstrichen am letzten Festivaltag die breite Zustimmung, die Revanche bei seiner Berlin-Premiere bei Presse und Publikum gewonnen hatte. Mit seiner neuen Arbeit hat der Regisseur dem kleinen Leben am Land ein subtiles wie packendes Kräftespiel der Beziehungen abgewonnen.
 Götz Spielmann: Revanche - Dreharbeiten
Revanche verspricht das spannende Konstrukt einer Rache. Doch Götz Spielmann hat für seinen neuen Spielfilm die Fäden zwischen Jäger und Gejagtem so ineinander verspannt, dass das subtile Kräftegefüge jederzeit beliebig kippen könnte. Ein ungewollter Mord und seine mögliche Sühne dienen dem Filmemacher einmal mehr nur als äußere Hülle einer filmischen Erzählung, die versucht, sich an die tieferen Schichten des Seins heranzutasten. In der Rolle des Alex stand Johannes Krisch bis Ende Oktober vor der Kamera. Die Fertigstellung von Revanche ist im Frühjahr 2008 zu erwarten.
 Krankheit der Jugend - eine Regiecollage
Michael Hanekes Regiestudenten an der Wiener Filmakademie haben einen Theatertext als filmisches Kammerspiel aufgelöst und versucht, eine unter neun Regisseuren aufgeteilte Inszenierung, zu einem geschlossenen Ganzen wachsen zu lassen.
 Ein Augenblick Freiheit - Dreharbeiten
Familie und Flucht standen bereits im Dokumentarfilm Exile Family Movie thematisch im Mittelpunkt. Für seinen dritten Langfilm hat Arash T. Riahi in die Fiktion gewechselt und mit einem Schauspielerteam aus halb Europa drei wahre Begebenheiten zu einer tragikomischen Erzählung über den Preis der Freiheit verflochten. Der ereignisreiche Dreh im spätwinterlichen Osten der Türkei ist abgeschlossen, die Fertigstellung von Für einen Augenblick, Freiheit ist für Winter zu erwarten.
 Die Fälscher: Dreharbeiten in Potsdam Babelsberg
Ein Gauner und ein Idealist: der eine druckt Blüten und falsche Pässe, der andere Flugblätter gegen das Regime. Dem sicheren Tod im KZ entgehen der Meisterfälscher Sorowitsch und der Widerstandskämpfer Burger, als sie im Dienste der Nazis perfektes Falschgeld in Millionenhöhe produzieren. Die Operation Bernhard bildet den historischen Hintergrund von Der Fälscher, Stefan Ruzowitzkys neuem Spielfilm, der in der Enge einer KZ-Baracke zwischen Überlebenstrieb und Überlebensschuld ein ständig bedrohtes Gleichgewicht des Schreckens etabliert. Karl Markovics spielt den Protagonisten Sorowitsch, neben ihm standen August Diehl und Devid Striesow bei den Dreharbeiten in Wien, Nizza und Potsdam-Babelsberg vor der Kamera.
 Yoon: Christian Froschs neuer Spielfilm ist abgedreht
In der Wohnmaschine von Neustadt scheint alles unter Kontrolle: jeder Schritt ist überwacht, jeder Bewohner an seinem Platz. Als jedoch eine junge Frau ihr neues Appartment bezieht, gerät ihr Leben auf unheimliche Weise ins Wanken. Christian Frosch hat für seinen Wohnpark-Thriller Yoon ein dichtes Netz an subtilen Intrigen und brutalen Machenschaften gespannt und lässt seine Figuren in einer futuristischen Wohnwelt zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn zappeln. Die eindrucksvollen Cinemascope-Bilder kommen im Herbst 2007 auf die Leinwand.
 Fallen von Barbara Albert
Sieben Jahre nach Nordrand war Barbara Albert erneut Gast am Lido von Venedig, wo ihr dritter Spielfilm Fallen im Wettbewerb um den Goldenen Löwen lief. Fallen ist eine Momentaufnahme von fünf Schulkolleginnen, die in dreizehn Jahren nicht nur einander, sondern auch ihre Ideale aus den Augen verloren haben. Barbara Albert inszeniert ihre neue Arbeit als Kollision von Träumen und Wirklichkeit, von Trauer und Lebenslust als heftigen Rausch mit unvermeidlicher Ernüchterung. Nach dem Wettbewerb in Venedig setzte Fallen seinen Festival-Parcours beim New York Film Festival fort.
 2005 - Das Jahr des Michael Haneke
Cannes war erst ein Vorgeschmack: Nach dem Preis für die Beste Regie und dem Filmkritiker-Preis für Caché beim größten der Festivals ging bei den European Film Awards Anfang Dezember ein wahrer Preisregen auf die jüngste Arbeit Michael Hanekes nieder: Bester Film 2005, Beste Regie, Bester Schnitt, Bester Darsteller Daniel Auteuil. Eine Sternstunde für den österreichischen Film und Anlass, aus verschiedensten Winkeln einen Blick auf die Facetten des Autors und Lehrers, des Künstlers und Kollegen zu werfen.
 Caché von Michael Haneke: Internationale Presseechos
"Michael Haneke hat mit Caché eine hochkonzentrierte, kalte Geschichte nach Cannes gebracht, über der ein gar nicht so unbestimmtes Gefühl der Bedrohung liegt (...) Die Verunsicherung des Blicks war immer Hanekes großes Thema, und hier hat er es noch einmal in einer überraschenden Variation bearbeitet: europäisches Autorenkino in reiner, bester Form". Verena Lueken, FAZ Michael Hanekes Caché im Echo der internationalen Filmkritik. Ein Überblick.
 Across the Border produziert von der Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion
Across the Border. Five Views from Neighbours ist eine Reise in fünf Episoden von Nord nach Süd zwischen Ost und West, die in Polen beginnt und über Tschechien, die Slowakei und Ungarn nach Slowenien führt und von FilmemacherInnen aus dem jeweiligen Land gestaltet ist. Rund ums Erkunden und Definieren von neuen und ums Erinnern an alte Grenzen werden Mentalitäten und Facetten eines unbekannten und unergründeten Raumes spürbar.
 Hotel von Jessica Hausner: Presseechos - Cannes 04
"(...) die österreichische Regisseurin Jessica Hausner hat ganz nach Art Stanley Kubricks einen extrem spannungsreichen Film geschaffen, bei dem die Neuinterpretation bekannter Elemente zu einer interessanten Konfrontation führt." Julien Welter, arte
 Die fetten Jahre sind vorbei von Hans Weingartner: Presseechos - Cannes 04
"Die fetten Jahre sind vorbei ist dieser seltene Glücksfall, ein fantastischer Film, der intelligenten Witz, gekonnte Erzählweise, reife Dialoge und noch dazu Spannung und einen boshaften Überraschungsschluss in sich vereint." Ray Bennett, The Hollywood Reporter
 A.Schuster, T. Sindelgruber: Spiegelgrund
Die Dokumentation Spiegelgrund von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber bringt ein düsteres Kapitel Wiener Vergangenheit und ihren gegenwärtigen Umgang damit zu Tage. Die internationale Premiere des unbequemen Zeitdokuments fand im Berliner Forum statt.