Stiftgasse 6, A-1070 Vienna, T: +43 1 526 33 23, F: +43 1 526 68 01, office@afc.at
 
NEWS
FILMS
DIRECTORS
FESTIVALS
INDUSTRY GUIDE
ABOUT AFC
DOWNLOADS
SITEMAP NEWSLETTER CONTACT 
 
  

Interview

  
 Peter Patzak: Kottan ermittelt - Rien ne va plus - Interview
Wie erzähle ich es, dass es einerseits Kottan bleibt und dass es andererseits, der Kottan heute ist. Das ist die tägliche Frage in der Früh: es richtig zu machen und doch anders. Das ist nicht leicht. Ein Gespräch mit Peter Patzak über die Dreharbeiten zu Kottan ermittelt - Rien ne va plus.
 Österreichische (Ko-)Produktionen in SARAJEWO und LOCARNO 2010
Mit Inside America von Barbara Eder sowie Mein Haus stand in Sulukule von Astrid Heubrandtner feiern zwei Produktionen ihre internationale Premiere. Insgesamt sind mit Kick Off(Hüseyin Tabak), Adrienn Pál (Ágnes Koscis) und Tender Son (Kornél Mundruzcó) fünf (Ko-)Produktionen in den beiden Wettbewerben von Sarajewo vertreten.
 Josef Aichholzer: Outbound - Interview
Man muss im einzelnen Fall immer gut überlegen, ob eine Koproduktion Sinn macht. Bei einem Projekt wie Outbound geht es um künstlerische Brücken, um nachhaltige Produzentenbrücken, neue Konstellationen, für den Fall, dass wir für ein späteres Projekt etwas brauchen. So kann man etwas aufbauen. Ein Gespräch mit dem Koproduzenten von Outbound, Josef Aichholzer.
 Edgar Honetschläger: AUN - Interview
Angetreten war ich mit dem Anliegen, Bilder zu finden auf die Frage, wie schön Zukunft sein kann. Bilder habe ich gefunden ? aber gelöst habe ich das Paradoxon nicht. Ein Gespräch mit Edgar Honetschläger
 Barbara Eder: Inside America - Interview
Manche Unterrichtsgegenstände bestärken die Schüler_innen einfach darin, dass es schon mal wichtig ist, in Amerika zu sein: da ist alles möglich, da ist man frei und das hören sie gerne. Ich glaube, die jungen Leute leben sehr im Moment, hören diese Sätze und drängen auch die Zukunft ein bisschen weg. Ein Gespräch mit Barbara Eder über ihren ersten Langfilm Inside America
 Klub Zwei - Simone Bader & Jo Schmeiser: Liebe Geschichte - Interview
Es war uns nicht klar, wie unterschiedlich die Nachkommen der beiden Seiten mit der Geschichte umgehen. Als Nachkomme von Holocaustüberlebenden oder von Widerstandskämpfer_innen kann man sich nicht aussuchen, ob man sich mit dem NS und der Shoah beschäftigt.Ein Gespräch mit Simone Bader und Jo Schmeiser
 Benjamin Heisenberg + Martin Prinz: Der Räuber - Interview
Man hat mit einem Charakter zu tun, der von einer Kraft getrieben ist, die in ihm waltet, die er nicht kontrollieren kann und der er folgt. Benjamin Heisenberg und Martin Prinz im Gespräch über Der Räuber
 Christian Berger - Interview
Niemand macht sich darüber Gedanken, dass Licht immer noch ein großes Geheimnis, etwas Magisches ist. Ein Gespräch mit dem vielfach für seine Kameraarbeit für Das weiße Band ausgezeichneten Kameramann Christian Berger
 Brigitte Weich & Karin Macher: Hana, dul, sed ... - Interview
Die ersten Reaktionen, auf mein Projekt lauteten einhellig „exotischer geht es wohl nicht mehr!“ Ich fand hingegen, dass ich sehr schnell an sehr vertraute Themen kam: Wie ist es, als Frau an den „Dos“ and „Don’ts“ der Gesellschaft anzuecken? Aus dieser vertrauten Perspektive wollte ich die nordkoreanische Gesellschaft betrachten, um mir nicht ständig vom allzu offensichtlichen „bösen Führerstaat“ den präzisen Blick verstellen zu lassen. Und ich begegnete einer Gesellschaft, wo ich ständig hin- und her gerissen war. Brigitte Weich und Karin Macher im Gespräch über Hana, dul, sed ...
 Sudabeh Mortezai: Im Bazar der Geschlechter - Interview
Eine Gesellschaft, die die Frauen diskriminiert oder einschränkt, macht mit den Männern dasselbe, nur über den Umweg der Frauen, nur weniger bewusst. Sudabeh im Gespräch über Im Bazar der Geschlechter
 Jasmila Zbanic: On the Path - Interview
Beide sind auf der Suche nach etwas und haben ihr Ziel noch nicht gefunden. Um dorthin zu gelangen, müssen sie in ihrer Vergangenheit suchen, mehr allerdings noch in ihrer Zukunft. Jasmila Zbanic über ihren Spielfilm On the Path
 Erich Lackner und Andreas Hruza: Der Kameramörder - Interview
Wenn aus einer Literaturszene sehr viel Fruchtbares kommt, wäre es sehr schade, wenn sich der Film damit nicht auseinandersetzen würde. Es ist eine zusätzliche, bereichernde Option, sich dieser kraftvollen Literaturszene anzunehmen. Andreas Hruza und Erich Lackner, die Produzenten von Robert A. Pejos Der Kameramörder, im Gespräch
 Berlin 2010 - Panorama: Blutsfreundschaft von Peter Kern
In diesem Land herrscht eine Tradition der Weinberge. Die Früchte pressen wir, lagern den Saft, und eines Tages, nachdem wir ihn lange haben gären lassen, die Hausmeister bereits aus den Gemeindebauten vertrieben wurden, trinken wir ihn, um zu vergessen. Wir saufen uns die Vergangenheit schön und merken gar nicht, dass sie schon längst wieder mit neuem Gewand vor der Haustüre steht. Peter Kern im Gespräch über Blutsfreundschaft, der im Berliner Panorama 2010 seine internationale Premiere feiert.
 Benjamin Heisenberg dreht Der Räuber - Interview
„Ich sehe ihn als Naturphänomen. Ich habe ihn nie psychologisch betrachtet oder als Konglomerat von Charaktermerkmalen sondern viel eher wie ein Tier. Deshalb habe ich mir vorgenommen den Räuber in Teilen wie eine Art von Tierfilm zu drehen, auch wenn er inszeniert und dramatisiert ist“. Inspiriert von Martin Prinz’ Roman Der Räuber über den laufenden Bankräuber, der als Pumpgun-Ronnie in die österreichische Kriminalgeschichte eingegangenen ist, dreht Benjamin Heisenberg seinen zweiten Spielfilm. Ein Gespräch mit dem Regisseur.
 Michael Haneke: Das weiße Band - Interview
Der Film geht der Frage nach unter welchen Bedingungen Terrorismus entsteht. Dies am Beispiel dieser historischen Situation in Deutschland, die, das möchte ich betonen, nur ein Beispiel ist. Es ist mir wichtig, dass man den Film nicht ausschließlich als einen Film über den deutschen Faschismus interpretiert, sondern generell als einen Film über die Wurzeln jeglicher Art von Terrorismus, sei er rechtspolitisch, linkspolitisch oder religiös. Michael Haneke im Gespräch über das Das weiße Band.
 Alexander Glehr: Jud Süß - Film ohne Gewissen - Interview
Es waren sicherlich die teuersten Drehtage, die ich je gehabt habe und sie werden es wohl auch für länger bleiben. Es sieht sehr beeindruckend aus und umso mehr freut man sich, wenn man zum Dreh hinkommt und weiß, daran ist man selber schuld, was da gerade alles abläuft. Alexander Glehr im Gespräch über Oskar Roehlers Jud Süß ? Film ohne Gewissen sowie Franz Novotny über sein junges Produktionsteam.
 Günter Schwaiger: Arena - Interview
Der Stierkampf ist immer ambivalent, weil er kreativ und zerstörerisch zugleich ist. Er ist schön und hässlich, brutal und liebevoll. Er liebt und hasst zugleich. Das lieferte mir die Denkanstöße. Die Frage ist nicht, ob man für oder gegen den Stierkampf ist, sondern die Frage ist, inwiefern entspricht er uns? Günter Schwaiger im Gespräch über Arena
 Susanne Brandstätter: The Future's Past - Interview
Die drei Familien im Film haben alle Kinder unter 26, die jetzt erst durch das Tribunal erfahren, was passiert ist, indem sie ihre Eltern und Nachbarn zum ersten Mal mit ihren Fragen konfrontieren. Viele junge Menschen hatten ihren Eltern gar nicht geglaubt, weil sie nirgendwo anders davon gehört hatten. Susanne Brandstätter über die Dreharbeiten zu The Future’s Past, ihrem Dokumentarfilm, der anlässlich des Khmer Rouge-Prozesses Kambodschas jüngere und ältere Generation in ihrem Umgang mit der Geschichte beobachtet.
 Nina Kusturica: Little Alien - Interview
Es hat mich furchtbar gestört zu sehen, wie die Medien über die Flüchtlingsproblematik berichten und da wollte ich der Welt gerne ein anderes Angebot - an Bildern, Geschichten, Erzählungen und Zuständen machen. Nina Kusturica im Gespräch über Little Alien
 Sherry Hormann: Wüstenblume - Interview
Ich musste zwei Versprechen machen: zum einen, das Thema weibliche Genitalverstümmelung zu zeigen und respektvoll zu behandeln und zum anderen, eine Balance zwischen Lachen und Weinen zu halten. Sherry Hormann im Gespräch über Wüstenblume
 Jessica Hausner: Lourdes - Interview
Weder versetzt der Glaube Berge noch führt eine bestimmte Zahl von Bädern zu einer göttlichen Fügung. Ich wollte vermeiden, dass es eine Logik, eine zufriedenstellende Erklärung für das Wunder gibt. Jessica Hausner im Gespräch über Lourdes
 Robert Cibis: Pianomania - Interview
Stefan Knüpfer ist ein herausragender Künstler, fern des Rampenlichts. Gerade das macht ihn so interessant. Es gibt auch wenige andere auf unserem Planeten, die auf ebenso hohem Niveau als Klaviertechniker wirken. Robert Cibis über den Dokumentarfilm Pianomania, den er gemeinsam mit Lilian Franck realisiert hat.
 Ludwig Wüst: Koma - Interview
Eines der Hauptthemen im Film ist das Verstecken. Dieser Mann versteckt alles, er versteckt sich selbst und er verstummt. Ein katastrophaler Lebenszustand, bis er endlich wegfährt und es licht wird und er sich seinem Leben stellt. Ein Gespräch mit Ludwig Wüst über Koma, der Ende Juni in Moskau uraufgeführt wurde
 Robert A. Pejo: Der Kameramörder - Interview
Es war mir sehr wichtig, dass die vier Charaktere keine Geschichte haben. Es gibt keine Anhaltspunkte, weil ich wollte, dass diese vier Menschen ganz neutral beurteilt werden und sie dann in ihren Urinstinkten auf Liebe, Eifersucht, Neid oder Hass relativ offen reagieren können. Robert A. Pejo über Der Kameramörder
 Sebastian Brameshuber: Muezzin - Interview
Ich bin über den HipHop auf den Klang des islamischen Gebetsruf aufmerksam geworden. Er hat mich vor allem aus einem musikalischen Interesse heraus fasziniert. Sebastian Brameshuber über Muezzin, der soeben in Karlovy Vary seine internationale Premiere hatte.
 Danny Krausz über ein neues Filmförderungsmodell ab 2010
Seit seiner Gründung 2007 hat der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) bereits über 200 Projekte mit rund €130 Mio unterstützt. Das deutsche Fördermodell, das einen Teil der im Land ausgegebenen Produktionskosten refundiert, könnte mit Beginn 2010 ein österreichisches Pendant finden und damit das heimische Fördersystem auf eine breitere Basis stellen. Ein Gespräch mit Danny Krausz, dem Obmann des Fachverbandes für Film- und Musikindustrie.
 Tizza Covi & Rainer Frimmel:La Pivellina - Interview
Der dokumentarische Ausgangspunkt interessiert uns beim Filmen am meisten. Das, was einem die Wirklichkeit schenkt, kann man nicht nachstellen. Tizza Covi und Rainer Frimmel im Gespräch über La Pivellina
 Tina Leisch: Gangster Girls - Interview
Es geht um den sozialen Raum Gefängnis, nicht um die Klischees von vergitterten Fenstern. Ich wollte weder lange Gänge noch Schlüsselbunde. Ich wollte herausfinden, was im sozialen Raum Gefängnis passiert ? unter diesem großen Druck, dem krassen hierarchischen Gefälle und dem Zusammensein auf so engem Raum. Tina Leisch im Gespräch über ihren Dokumentarfilm Gangster Girls
 Oscar Effekt: Stefan Ruzowitzky und Götz Spielmann im Interview
Nach Stefan Ruzowitzkys Oscar-Erfolg 2008, setzte Götz Spielmann mit Revanche im Jahr darauf gleich nach und schaffte den Sprung unter die fünf Nominierten für den Auslandsoscar 2009. Ein Gespräch mit den Filmemachern über Begegnungen mit Hollywood wenige Wochen und ein Jahr danach.
 Marco Antoniazzi: Kleine Fische - Interview
Was mich thematisch interessiert, ist der Frage nachzugehen, wie der Einzelne in größeren Strukturen agieren kann, welchen Raum das Individuum hat. Ein Gespräch mit Marco Antoniazzi über seinen ersten Spielfilm Kleine Fische
 Wolfgang Murnberger: Der Knochenmann - Interview
Wir führen nur das weiter, was wir wirklich brauchen: den Brenner, den Berti und natürlich den schwarzen Schmäh. Wenn Komm süßer Tod eine Kriminalkomödie war und Silentium eine Thrillerkomödie, dann haben wir es jetzt mit einer Thriller-Horror-Liebes-Komödie zu tun. Das heißt wir haben noch mehr Genres miteinander vermischt. Wolfgang Murnberger im Gespräch über Der Knochenmann
 Flimmit.com: Karin Haager & Ulrich Müller-Uri
Im Internet ist es noch so, dass nicht der größere den kleineren frisst, sondern der schnellere den langsamen. Große Strukturen können eben durch ihre Größe nicht so schnell handeln wie wir. Ein Gespräch mit Karin Haager und Ulrich Müller-Uri, Geschäftsführer der VOD-Plattform Flimmit.com
 Yoav Shamirs Defamation im Wettbewerb von Cinéma du réel
Da Antisemitismus ein sehr sensibles und belastetes Thema ist, bedeutete es für mich, dass ich mich bei der Arbeit für den Film auf sehr dünnem Eis bewegte.Ein Gespräch mit Regisseur Yoav Shamir.
 Kurt Ockermüller: Echte Wiener - Interview
Ich war mir schon in gewisser Weise bewusst, dass es eigentlich ein Erfolg sein muss. So, wie das ganze Projekt zustande gekommen ist und alle wieder dabei waren. Das war eine außergewöhnliche Sache. Ein Gespräch mit Kurt Ockermüller über Echte Wiener.
 Caspar Pfaundler: Schottentor - Interview
Ich sehe den Film als eine Stimme für die Zerbrechlichkeit der Menschen und es ist ein stiller Film für leise, zerbrechliche Töne in einer doch sehr kalten Welt. Ein Gespräch mit Caspar Pfaundler über Schottentor
 Roland Teichmann - Interview
Das Geheimnis des Erfolges liegt in der Vielfalt der Finanzierungs- und Produktionsmöglichkeiten, die müssen geschaffen werden. Ein Gespräch mit Roland Teichmann, Direktor des Österreichischen Filminstituts
 Andreas Prochaska: In 3 Tagen bist du tot 2 - Interview
Für mich war klar, ich wollte kein Sequel machen, das eine bloße Variation des Originals ist. Wenn wir ein Sequel machen, sagte ich, dann muss es innerhalb des Genres in eine völlig andere Richtung gehen. Da war sehr schnell klar, dass die Gefahr, in die die Protagonistin gerät, nicht von außen kommen kann, sondern dass sie sich selber in Gefahr bringen muss.
 Philipp Stölzl: Nordwand - Interview
Das Drama um Toni Kurz, das sich 1936 an der Eiger Nordwand ereignet hat ist eine tragische und mitreißende Geschichte, wie gemacht fürs Kino. Da steckt eine Menge drin, ein dramatischer Abenteuerfilm, ein Parabel über den medialen Kannibalismus, aber auch ein interessantes Stück Zeitgeschichte.
 Michael Glawogger: Das Vaterspiel, Contact High - Interview
Gleichzeitig an mehreren Projekten zu arbeiten, ist ein Akt, der eher beflügelt als einer, der lähmt. Michael Glawogger über Das Vaterspiel, Contact High und sein neues Projekt Whores' Glory
 Constantin Wulff: In die Welt - Interview
Für mich war die Geburt meiner Töchter ein ganz stark emotionales Ereignis, gleichzeitig ist man in der Klinik mit etwas konfrontiert, was diesem individuellen Ereignis scheinbar völlig gegenüber steht ? nämlich dass es überhaupt nicht einmalig ist. Constantin Wulff im Gespräch über seinen Dokumentarfilm In die Welt
 Nikolaus Geyrhalter und Wolfgang Widerhofer: 7915 KM - Interview
Der Film ist ein Roadmovie, das im Moment unserer Reise entstanden ist. Nikolaus Geyrhalter und Wolfgang Widerhofer über 7915, Nikolaus Geyrhalters neuen Dokumentarfilm, der den Spuren der Motorrallye nach Dakar gefolgt ist.
 Thomas Woschitz: Universalove - Interview
Wir wollten einen choralen Film entwickeln, wo mehrere Geschichten zusammenfließen und wo etwas wie eine neue Form von Musical entsteht. Ein Gespräch mit Thomas Woschitz über Universalove
 MÄRZ: Interview mit Händl Klaus & Gerald Kerkletz
Es sind zwei Arten von Schmerz - von Verlust wie von Ungewissheit. Aber das Unerklärte bleibt eine unlösbare Tatsache - und was man, ebenfalls ’tatsächlich’, vorfindet, ist nichts anderes als der sogannte Alltag. Der vertraut aussieht, aber einen anderen Geschmack bekommen hat, einen Schatten. Es gibt darin aber ebensosehr Gewöhnungsversuche wie Anläufe auszubrechen. Dadurch, dass wir das über einen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr begleiten, spürt man unterschiedliche Stufen oder Phasen von Schmerz und Verstörung. Ein Gespräch mit Händl Klaus & Gerald Kerkletz
 Erwin Wagenhofer: Let's Make Money - Interview
Ich will sagen, dass, es wieder zu einer Katastrophe kommen wird, wenn die Verteilung der Rohstoffe und der Nahrung und des Geldes nicht gelingt, wenn es nicht gelingt, dass auch die Schwächsten einer Gesellschaft partizipieren können. Globalisierung schließt auch globale Verantwortung mit ein. Wenn mein Hemd aus China kommt, dann habe ich etwas mit China zu tun. Das soll durch den Film transparent werden und sollte eigentlich die tägliche Botschaft unserer Regierungschefs sein. Ein Gespräch mit Erwin Wagenhofer.
 Karin Berger: Herzausreißer - Interview
Es ist eine verlogene Sentimentalität, die sich wie eine Hauptlinie durch das Wienerlied zieht und die mich aufgeregt hat. Ich sehe mir nun an, wie die Musiker herausfinden, was an diesem Genre auch heute verwendbar ist und ob es etwas gibt, das über diesen sentimentalen Quatsch hinausgeht?
 Marko Doringer: Mein Halbes Leben - Interview
Mein 30. Geburtstag löste wirklich eine mehrwöchige ganz tiefe Krise in mir aus - ich hatte nichts erreicht, meine Träume waren unerfüllt. Von heute auf morgen herrschte Stillstand. Ich hatte mit meiner Reaktion überhaupt nicht gerechnet. Marko Doringer über seinen mit dem Großen Diagonale ausgezeichneten Film Mein halbes Leben.
 Klaus Hundsbichler: Weltrevolution - Interview
Ich wollte auf keinen Fall einen Film machen, der nur die Hardcore-Fans anspricht, sondern einen Film, wo auch jemand, der nichts über Drahdiwaberl weiß, halbwegs mitbekommt, worum es geht. Klaus Hundsbichler über Weltrevolution, uraufgeführt beim Festival von Rotterdam 2008
 Oscar 2008: Josef Aichholzer - Interview
"Der Ruf am internationalen Fußballplatz mitzuspielen ist für mich als Produzent da, ich bekomme aber nicht das Flugticket nach Paris gezahlt, sondern muss mit dem Fahrrad hinfahren." Ein Gespräch mit Die Fälscher-Produzent Josef Aichholzer
 Othmar Schmiderer: Back to Africa - Interview
Es ist ein kleiner Film über fünf Artisten und deren Leben. Ich hatte niemals die Absicht, einen politischen Abriss von Afrika mitzuliefern. Das ist unmöglich. Es ging mir in erster Linie darum, ein Lebensgefühl zu transportieren und ein kleines Fenster in diese Kultur zu öffnen. Das wird im Film teilweise sichtbar, gerecht werden kann man dem nie.
 Danny Krausz: Der Knochenmann - Dreharbeiten
Ich halte ihn auf eine sehr schräge Weise für eine liebenswerte Figur, die Ecken und Kanten hat und nicht eintönig ist, insofern ist das Potenzial nicht erschöpft. Danny Krausz über die Dreharbeiten zu Der Knochenmann
 Robert Dornhelm: La Bohème - Interview
Düstere Absinth-Buden, verschneites Kopfsteinpflaster, ungeheizte Künstlerkammern - die Rosenhügelstudios haben im letzten Februar das Flair der Pariser Bohème angelegt, um der tragischen Romanze zwischen der todkranken Näherin Mimi und dem brotlosen Dichter Rudolphe in La Bohème stilvolle Kulisse zu liefern. Anna Netrebko und Rolando Villazón traten erstmals vor die Filmkamera, um unter der Regie von Robert Dornhelm Puccinis Oper auf die große Leinwand zu bannen. Ein Gespräch mit Robert Dornhelm.
 Götz Spielmann dreht Revanche - Interview
Was mich sehr interessiert, ist eine Thrillergeschichte in einem völlig gegenläufigen Tempo zu erzählen. Ich will nicht, dass man mit den Mechanismen und auch den Manipulationsmethoden des Kinos neunzig Minuten lang die Zeit vergisst. Ich will dass man sich der Zeit bewusst wird. Götz Spielmann über die Dreharbeiten zu Revanche
 Thomas Roth verfilmt das Leben Falcos
So, wie ich lebe, ist ein Mal auch genug“, hat Falco selbst das Licht- und Schattenspiel seines Erfolges kommentiert. Zehn Jahre nach ihrem Tod wird Österreichs einziger Popikone doch ein zweites Leben zuteil. Thomas Roth hat die dichte Lebensgeschichte des Stars verfilmt und dabei die schillernden Facetten Falcos mit den fragilen Seiten des Hans Hölzel vernetzt. Der großen Herausforderung, in die Rolle der Titelfigur zu schlüpfen hat sich Manuel Rubey gestellt. Österreichischer Kinostart ist Anfang Februar 2008 vorgesehen.
 Barbara Caspar: Who's Afraid of Kathy Acker - Interview
Wenn man so sehr die Grenzen überschreitet wie Kathy Acker, dann kommt zum Respekt auch etwas Suspektes dazu. Barbara Caspar über ihren Dokumentarfilm Who's Afraid of Kathy Acker, der zur Zeit in Rotterdam läuft.
 Hans Weingartner: Free Rainer - Interview
Hans Weingartner setzt in seinem neuen Film Free Rainer - Dein Fernseher lügt zum subversiven Angriff gegen das Gift aus der Glotze an: Rainers Fernsehshows sind zynisch und vulgär, er macht damit Quote, jede Menge Kohle und kokst sich dabei selbst kaputt. Ein Autocrash holt ihn in ein neues Leben zurück, das er, unterstützt von einer Handvoll Aussenseitern, einer kulturellen Revolution jenseits der Mattscheibe widmet. Moritz Bleibtreu überzeugt als Manager wie als Monteur. Die Amerika- und Europapremieren von Free Rainer fanden in Toronto und San Sebastian statt.
 Veit Heiduschka: Prix Eurimages 2007 - Interview
Die kreativen Kräfte im europäischen Film kamen bei den European Film Awards heuer bereits zum 20. Mal zu Ehren. Wenig beachtet im Hintergrund blieben bisher jene, die alles eigentlich erst möglich machen. Der Prix Eurimages rückt nun auch die Produzenten und ihre Leistung im Rahmen europäischer Koproduktionen in den Vordergrund. Einer der beiden Preisträger, der 2007 erstmals vergebenen Auszeichnung ist Veit Heiduschka.
 Peter Kern: Die toten Körper der Lebenden - Interview
“Ich bin ein sehr trauriger Optimist, denn Hoffnung ist das einzige, das das Leben trägt. Und dass ich immer enttäuscht werde, erzeugt immer neue Hoffnung, das ist der Motor“. Ein Gespräch mit Peter Kern
 Christian Frosch über die Dreharbeiten von Weiße Lilien
"Die Implosion von Systemen oder soziologischen Phänomenen interessiert mich nach wie vor. In diesem Sinne ist Yoon ein Folgeprojekt von Die totale Therapie, aber von der Tonart und formal auf einer ganz anderen Ebene. Yoon ist auch aus einer Unzufriedenheit heraus entstanden. Wenn, dann ist Yoon eine Antithese zur Totalen Therapie." Christian Frosch über die Dreharbeiten zu seinem neuen Spielfilm Weiße Lilien, der beim Internationalen Filmfestival von Toronto uraufgeführt wird.
 Ulrich Seidl: Jesus, Du weißt - Interview
"Es ist bei meinen anderen Filmen immer um Intimität gegangen, um die Intimität zwischen Menschen, die zwischen Mensch und Tier und jetzt gibt es die Intimität zwischen Gott und Mensch. Wahrscheinlich ist es das Intimste, das es gibt. Es ist jedenfalls eine nicht fassbare Intimität. Es ist ein großes Geheimnis und ein großes Tabu." Ulrich Seidl über seinen Dokumentarfilm Jesus, Du weißt
 Virgil Widrich: Fast Film - Interview
"Der Spaß an Fast Film ist, dass jeder seine eigenen Erinnerungen sieht. Jeder hat Schlüsselreize oder erkennt einen Schauspieler oder einen Regisseur sehr gut. Plötzlich sieht man nicht Fast Film sondern seine Erinnerung an jenen Film, aus dem der Ausschnitt zu sehen ist. Ich glaube, dass man beim Betrachten im Kopf hin- und herschaltet zwischen der Wahrnehmung von Fast Film und der Wahrnehmung der Filme, die Fast Film spiegelt. Deshalb sieht hier jeder einen ganz anderen Film." Virgil Widrich über seinen neuen Film Fast Film, der in den Kurzfilm Wettbewerb der 56. Filmfestspiele von Cannes eingeladen ist
 Maria Hofstätter: Shooting Star 2003-Interview
"Die Arbeit bei Hundstage mit Ulrich Seidl kam meiner Arbeitsweise sehr nahe: die lange und intensive Vorbereitung, die Beharrlichkeit, an Projekten festzuhalten, die einem am Herzen liegen. Ich hatte wirklich die Chance, dass mir die Rolle in Fleisch und Blut übergeht. Das habe ich in der Intensität noch nie erlebt. Es hat mir sicherlich viel abverlangt, aber das ist ja schließlich das Spannende, alles andere ist letzten Endes uninteressant. Ich finde es schade, dass man nicht öfter die Chance bekommt, intensiv an etwas zu arbeiten." Ein Gespräch mit Maria Hofstätter, die dieses Jahr für Österreich zur Shooting Star Präsentation 2003 im Rahmen der Berliner Filmfestspiele nominiert ist.
 Michael Glawogger: Interview über Nacktschnecken und Working Man's Death
Megacities-Regisseur Michael Glawogger steht wieder vor einer großen Filmreise: In der Ukraine beginnen demnächst die Dreharbeiten zu seinem Dokumentarfilm Working Man’s Death. Sein Aufbruch zu Bastionen körperlicher Schwerarbeit, die er rund um den Globus aufgespürt hat, fügt sich nahtlos an die Postproduktion seines neuesten Spielfilms. Nacktschnecken, der mit dem Grazer Theater im Bahnhof entstand. Mit der Fertigstellung von Working Man’s Death ist nicht vor 2004 zu rechnen, auf ein schräges Filmexperiment mit Österreichs Nestroy-prämierter Off-Theater-Bühne darf man sich schon im Frühling freuen.
 Harald Sicheritz: Poppitz - Interview
"Tendenziell wird es uns immer leichter gemacht, uns in der bunten Konsumwelt nicht mehr selbst suchen und finden zu müssen. Für mich ist "All Inclusive" etwas, das niemandem entsprechen kann. Es ist definitiv so, dass man seinen Individualitätsanspruch in einem solchen Urlaub an der Kasse abgibt. "All Inclusive" ist ja eine Lüge im Begriff, das gibt es nicht im Leben. Für mich symptomatisch für etwas, wovor man flüchtet, meistens vor sich selbst." Harald Sicheritz über seinen neuen Kinohit Poppitz, der zwei Wochen nach Kinostart bereits mehr als 300.000 Besucher verzeichnet.
 Andrea Maria Dusl: Blue Moon - Interview
"Als dann der Eiserne Vorhang fiel, war es blitzartig möglich, diese fremde Welt zu betreten. Es waren Menschen wie du und ich dort in ihrer funktionierenden Welt. In den Geschäften sind aber andere Sachen verkauft worden, die Menschen hatten andere Sehnsüchte und andere Paradiese in ihren Herzen. Es war sehr aufregend, diese völlig andere Welt, zu entdecken." Andrea Maria Dusl über Blue Moon
 Caspar Pfaundler: Lost and Found - Interview
"Ich wollte das Gefühl des Fremdseins thematisieren, die Kameraperspektive der Verfolger sollte das Ausgeliefertsein noch einmal verschärfen. Deshalb entschloss ich mich, diesen Aspekt einer Kriminalgeschichte hineinzubringen, weil das Ganze noch einmal feindseliger wird. Tatsächlich interessiert hat mich die Liebesgeschichte, das Fremdsein und der Wandel vom Gefühl der totalen Fremdheit bis hin zu einer Annäherung." Caspar Pfaundler über Lost and Found
 Josef Koschier: Am anderen Ende der Brücke - Interview
"Es ist die sehr persönliche Geschichte einer Liebe, für mich war es auch die Geschichte vom Treueschwur einer Frau, die sagt, das war mein Weg, ich war sehr jung, aber ich gehe diesen Weg konsequent zu Ende. Was an chinesischer Geschichte im Film drinnen ist, entspricht dem, was so ungefähr jeder durchgemacht hat. Der Film hat für China ganz sicherlich eine Brisanz." Produzent Josef Koschier über Am anderen Ende der Brücke
 Othmar Schmiderer: Blind Spot - Interview
"Es ist für uns ein Beispiel, wie wichtig es ist, in die eigenen Geschichten zu schauen. Daher auch der Titel des Films, weil es auch darum geht, die eigenen toten Winkel anzuschauen. Dieses schmerzhafte Zulassen ist ein wichtiger Prozess, sonst werden wir ewig dieselben Geschichten wiederholen. Es sind ja immer wieder dieselben Verhaltensmuster, aus denen Opfer wieder zum Täter zu werden. Wie Traudl Junge in diesen toten Winkel hineingeht, das ist in einer gewissen Form schon exemplarisch." Othmar Schmiderer über Blind Spot
 Agnes Pluch: Ikarus - Interview
"Mit Ikarus verbindet sich die Assoziation des Absturzes, aber er steht auch dafür, dass er versucht hat, der Sonne nahe zu kommen. Ikarus steht für die große Sehnsucht und den Versuch, das Unmögliche möglich zu machen." Drehbuchautorin Agnes Pluch über Ikarus
 Barbara Gräfter: Mein Russland - Interview
"Die kulturelle Vereinheitlichung, der Amerikanismus machen mich ganz wütend. Die slawische Seele ist etwas anderes und Osteuropa ist eine spannende, unentdeckte Welt und das wird alles niedergewalzt. Ich halte den kulturellen Imperialismus des Westens für fürchterlich, es geht um überhaupt nichts mehr, nicht um Religion, nicht um Ethik, sondern nur mehr ganz banal ums Geld." Barbara Gräftner über Mein Russland
 Tizza Covi/Rainer Frimmel: Das ist alles - Interview
Heimatlose und ewige Wanderer holten Tizza Covi und Rainer Frimmel für ihren Dokumentarfilm Das ist alles vor die Kamera. Ihre tableauartigen Alltagsbilder aus einem Dorf im Kaliningrader Gebiet wurden beim Festival von Nyon mit dem Nachwuchspreis Regards Neufs ausgezeichnet.
 Roland Zumbühl: YOAKE a chewing-gum story - Interview
"Die Idee war zuerst der Kaugummi. Eigentlich wollte ich fünf kleine Porträts von Leuten machen, die als zentralen Punkt den Kaugummi als Metapher für irgendetwas haben. Meine Metapher war immer das Kindliche am Kaugummi. Über das Kindliche bin ich dann auf das Entwurzelte gekommen und daraus ergab sich, dass ich auf Japan kam." Roland Zumbühl über YOAKE a chewing-gum story
 Michel Daëron: Atlantic Drift - Interview
"Ich glaube, dass ein Großteil der Zeugen so tief der Erinnerung an diesen Mann verbunden ist, weil man sich die Frage stellt - Wie kann man dem Holocaust entgehen, über so viele Möglichkeiten, ein derartiges Potenzial, des künstlerischen Ausdrucks verfügen und sich schließlich doch das Leben nehmen, zu einem Zeitpunkt, wo man sich als gerettet betrachten kann. Für mich ist das die wahre Frage. Der Film gibt keine Antwort, aber ich denke, er verharrt genau auf dieser Frage ohne Antwort". Michel Daëron über Atlantic Drift
 Robert Schindel: Gebürtig - Interview
Es ist kein Film über Vergangenheitsbewältigung, sondern ein Film über Gegenwartsbewältigung. Das ist entscheidend. Denn eine Vergangenheit kann man eigentlich nicht bewältigt haben. Man kann nur bewältigen, wie sie in die Gegenwart eingreift und wie heute die Leute damit umgehen und das haben sowohl der Film als auch der Roman versucht zu zeigen
 Johannes Holzhausen: Auf allen Meeren - Interview
"Was passiert in einer Phase des Umbruchs wie nach Zusammenbruch der Sowjetunion mit Menschen, die sozial sehr hoch standen und plötzlich ins Bodenlose stürzen. Mich interessierte die Frage, wie Realität erlebt wird und der Aspekt, dass sich die Russen damit auseinandersetzen mussten. Die Seelenlandschaften, das Geflecht von Außen- und Innenwelt, das ist mein eigentlicher Zugang. Wie finden wir Menschen unseren Platz und welchen Preis müssen wir dafür bezahlen, Teil einer sozialen Gruppe zu sein." Johannes Holzhausen über Auf allen Meeren
 Martina Kudlácek: In the Mirror of Maya Deren - Interview
Für ihren ersten Langfilm tauchte Martina Kudlácek in die komplexe Schaffenswelt Maya Derens, Kultfigur der New Yorker Avantgardeszene der 40-er und 50-er Jahre. In the Mirror of Maya Deren ist ein sensibles Künstlerportrait, das Innenwelten und Außensichten ineinander gleiten lässt und auf die Spuren einer faszinierenden wie unergründlichen Persönlichkeit lockt. Internationale Premiere hatte der Film beim Festival von Rotterdam, bei der Viennale 01 wurde der Film bereits im Oktober mit dem Wiener Filmpreis ausgezeichnet
 Sabine Derflinger: Vollgas - Interview
"Für mich ist diese Saisonarbeit im Hotel stellvertretend für sehr viele andere Arbeiten. Wenn man möglichst viel von sich selber hergeben muss, dann hat man relativ wenig Freiraum für sich selber und in diesem Freiraum hat man das Bedürfnis, alles zu spüren, was man vielleicht sonst nicht spürt." Sabine Derflinger über Vollgas, ihren ersten Spielfilm, der im Wettbewerb von Saarbrücken seine internationale Premiere hat.
 Nikolaus Geyrhalter: Elsewhere
Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter hat sein bisher aufwändigstes und ehrgeizigstes Projekt fertiggestellt. Elsewhere ist eine vierstündige Reise ins Abseits der Globalisierung, die in zwölf Episoden einen gelassenen Kontrapunkt zur medialen Aufregung um das Jahr 2000 setzt. Uraufgeführt wurde der Film im Wettbewerb des renommierten Dokumentarfilmfestivals von Amsterdam, wo er mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde.
 Robert Dornhelm: Emmy Award - Interview
"Mein erster Gedanke war, warum schon wieder Anne Frank. Gereizt hat mich anfangs gar nichts. Es hat mich eigentlich alles geschreckt. Die Gage hat mich gereizt und die Herausforderung, dass ich das mit ein paar Wochen Vorbereitung, ein paar Wochen Dreh und zwei Wochen Schnitt für drei Stunden im Hauptabendprogramm vor Millionen Menschen bestehen muss. Die Frage war: Kann ich mein Handwerk gut genug, dass ich mir das zutraue." Emmy-Preisträger Robert Dornhelm im Gespräch
 Hans Weingartner: das weiße rauschen - Interview
"Wir spürten die ganze Zeit, dass da etwas völlig Neues entsteht. Ein Film. wie es ihn noch nie gab.Das klingt jetzt pathetisch, aber so war es einfach. Wir fühlten uns als Forscher und Rebellen gleichzeitig. Es gab keinen Produzenten und keinen Redakteur, der uns dreinredete. Wir machten alles genau so, wie wir das wollten, es gab keine Zensur, keine Kontrolle. Wir verletzten alle Regeln, die es bei der Filmherstellung gibt." Hans Weingartner über das weiße rauschen, der demnächst bei der Viennale Österreich-Premiere hat.
 Ulrich Seidl: Hundstage - Interview
"Die Authentizität ist die Stärke dieses Films. Ich glaube dadurch schafft man es auch, den Zuschauer in eine Welt hineinzuziehen. Es wird ihm nicht so leicht gemacht, sich ins Kino zu setzen, um sich eine Welt vorführen zu lassen. Er wird hineingezogen und muss sich dabei mit sich selber konfrontieren". Ulrich Seidl über Hundstage
 Valeska Grisebach: Mein Stern - Interview
"Als ich zu recherchieren begann, faszinierte mich der Umstand, wie so junge Leute versuchen, zusammen zu sein wie die Großen und sich ganz instinktiv oder intuitiv in das Spiel begeben, ein Paar zu sein. Sie finden es so aufregend, da plötzlich teilhaben zu können und begeben sich mit einer unheimlichen Ernsthaftigkeit da hinein."
 coop99 filmproduktion: Lovely Rita - Interview
"Es ging uns um Unabhängigkeit und darum, dass wir spezielle Vorstellungen hatten, wie wir Filme machen wollen und wie wichtig Produktionsbedingungen für das Ergebnis sind". COOP 99 - Barbara Albert, Martin Gschlacht, Jessica Hausner, Gilbert Petutschnig und Antonin Svoboda im Gespräch
 Michael Haneke: Die Klavierspielerin-Interview
"Die Opfer interessieren mich mehr als die Täter. Frauen sind einfach - auch bei anderen Regisseuren - die interessanteren Figuren, weil sie in der Trethierarchie weiter unten sind. Außerdem interessieren mich Frauen mehr, Männer langweilen mich." Michael Haneke über Die Klavierspielerin
 Jessica Hausner: Lovely Rita-Interview
"Was geht in diesem Mädchen vor. Weiß die, was sie da getan hat? Kann sie sagen, dass sie es bereut? Welche Möglichkeiten gibt es, so eine Tat zu beschreiben oder in irgendein Wertesystem einzuordnen? Das ist genau die Frage, die der Film stellt." Jessica Hausner über Lovely Rita
 Ruth Beckermann: homemad(e) - Interview
"Es gehört zur Eigenheit von Kaffeehaus, dass man dort sitzt und sich eben so inszeniert und präsentiert, wie man es für richtig hält und keiner weiß, wie man wohnt, wie man lebt, mit wem man lebt usw. Es ist so ein Zwischending zwischen Privat und Fremd." Ruth Beckermann über ihren Filmessay homemad(e), der nach seiner Premiere in Berlin im März im Pariser Cinéma du Réel laufen wird
 Angelika Schuster, Tristan Sindelgruber: Spiegelgrund-Interview
"Jüngere Geschichte wird zwar fast schon inflationär bearbeitet, oft jedoch nicht wirklich in die Tiefe gehend. Das Thema Spiegelgrund ist für mich so ein Paradebeispiel für den Umgang mit Betroffenen nach 1945." Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber über ihren Dokumentarfilm Spiegelgrund, der demnächst im Berliner Forum läuft.
 Birgit Minichmayr: Festlegen möchte ich mich nicht
Sie ist 23, absolviert ihre zweite Saison am Wiener Burgtheater, hat soeben unter der Regie von Istvan Szabo Taking Sides an der Seite von Harvey Keitel abgedreht und begeistert sich täglich aufs Neue für ihren Beruf: Birgit Minichmayr , Österreichs Shooting Star bei den Filmfestspielen in Berlin, im Gespräch.
 Wolfgang Murnberger: Komm, süßer Tod - Interview
"Lapidar ist, glaube ich, ein gutes Wort, wie ich versucht habe, den Stil von Wolf Haas wieder zu erzählen. Unangestrengt, so ein bisschen aus der Hüfte." Wolfgang Murnberger über Komm, süßer Tod (Kinostart in Österreich: 22. Dezember 2000)
 Mirjam Unger: Ternitz Tennessee - Interview
"Es ist eine abgehobene Geschichte, ein eigener Kosmos. Meine Personen sind irgendwie erdig und leben doch in Fantasiewelten". Mirjam Unger über Ternitz Tennessee
 Götz Spielmann: Die Fremde - Interview
"Es geht um Genauigkeit im Blick auf seine Zeit, auf die Gesellschaft, auf sich selbst." Götz Spielmann über Die Fremde
 Florian Flicker: Der Überfall - Interview
"Das eigentliche Thema für mich heißt: Männer unter sich. Das ist auch das Drama." Florian Flicker über Der Überfall
 Michael Haneke: Code Inconnu - Interview
"Den Status quo in Frage stellen" Michael Haneke über seinen im Wettbewerb von Cannes uraufgeführten Film Code Inconnu und seine geplante Verfilmung von Elfriede Jelineks Die Klavierspielerin.